
Auf einer Linie, bei der der rotierende Ventilator SIPA SFR 20 das Tempo vorgibt, ist die Erwärmung der Präforms keine Nebensache – sie ist vielmehr der entscheidende Schritt. Wenn sich die Temperatur im Heiztunnel verändert, ist das schnell erkennbar: Trübungen, ungleichmäßige Temperaturverteilung an den Wänden sowie plötzliche Anstiege der Ausschussraten. Die Stillstandzeiten nehmen schnell zu – schließlich bedeutet jede Stunde, in der die Produktqualität nicht stimmt, eine Stunde, die mit Nachbearbeitung und Entsorgung von Defektprodukten verloren geht.
Was technisch wirklich wichtig ist: Der Heizrohr des SIPA SFR 20 basiert auf Kurzwellen-Infrarot-Technologie – dadurch reagiert er schnell und kann die Temperatur im gesamten Heiztunnel präzise kontrollieren. Die Quarzkonstruktion toleriert schnelle Temperaturschwankungen ohne Verschleiß, und der Halogenlamenkern stellt eine stabile Leistung bereit, wodurch die Temperatur der Präform besser kontrollierbar ist als bei Alternativen mit offenen Spulen. Wir verwenden den OEM-Standard-Kontakttyp R7s sowie genau die richtigen Abmessungen für das Heizrohr, damit die Lampe genau in der richtigen Position im Reflexionspath liegt. Die Leistung und Spannung werden so gewählt, dass sie zur Heizschaltung des SFR 20 passen – es kommt somit zu keinem Ungleichgewicht in der Stromversorgung, das die Steuerung stört.
Warum das beim SFR 20 funktioniert: Durch den Einsatz dieses Heizrohrs wird eine schnellere Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft nach dem Start erreicht. Zudem wird eine gleichmäßigere Temperatur der Präform vor dem Stretch-Blow-Molding erzielt. Dadurch entstehen weniger Lücken in der Präform, die Festigkeit der Präform verbessert sich, und es gibt weniger Unterschiede zwischen den verschiedenen Chargen. Da die Leistung über Zeit konstant bleibt, kann man näher an die thermischen Grenzen arbeiten, ohne dass es zu Unregelmäßigkeiten kommt. Dadurch bleibt die Produktionsgeschwindigkeit hoch, und man verbringt weniger Zeit mit Justierungen während des Wechsels der Produktarten. Der Energieverbrauch sinkt ebenfalls, da das System weniger Zeit damit verbringt, Temperaturen auszugleichen.
Praktische Aspekte, die man nicht ignorieren darf: Infrarotheizgeräte werden sehr heiß – auch der Heiztunnel des SFR 20 ist keine Ausnahme. Die Oberfläche der Lampe sowie die Reflektoren bleiben selbst nach Abschalten des Heizers weiterhin heiß. Deshalb sind Lockout/Tagout-Maßnahmen sowie hitzebeständige Handschuhe unerlässlich. Die Spannung und der Kontakttyp müssen exakt übereinstimmen – andernfalls kann dies zur Zerstörung der Lampe oder der Steuerplatine führen. Das Quarzrohr sollte nur an den Enden angefasst werden, es muss frei von Öl und Fingerabdrücken sein – außerdem muss die Ausrichtung im Reflexionspath überprüft werden, damit die gewünschte Heiztemperatur erreicht wird.